Samstag, 17. November 2012

Mutter und Vater sind unterwegs ins Thalia .

Ich will Mutter fragen, wie Mutters Schmerzen nach der Star-OP bei Frank waren.

Bei Lablue erscheint jetzt ständig der Link.
Ich kann von Tele 2 aus nicht bei 1 & 1 anrufen. Auch von Vodafone aus nicht. Dabei hätte ich Mutter so gern gesprochen. Wenn ich von Vodafone zu Vodafone mit ihr sprechen könnte, träum. Aber das Handy ist auf lautlos gestellt, so dass kein Klingeln zu hören ist. Hoffentlich brennt bei der Hektik nicht ihr Essen an. Sie kann auch nur auf meine Vodafone-Mailbox sprechen. Ansonsten sei besetzt. Aber bei mir klingelt nix. In der Vodafone-Hotline ist grad Stau. Hab das Handy neugestartet, aber nicht wie empfohlen den Betreiber wechseln können.
Das ist ein eigenartiger Staat, der sich hochbezahlte Beamte leistet, die Wert auf das Beibehalten der eigenen Anonymität bei Maximalinvasivität leistet. Ein gesichtsloses Gebilde.

Irgendwann erkenne ich die einzelnen Mitarbeiter beim Auswärtigen Amt an der Stimme und muss mir die Namen nicht jedesmal aufschreiben. Ich bin froh, dass Nina im Moment nicht Botschafter werden mag, und sich aller vier Jahre versetzen lässt. Mal sehen, ob sie irgendwann wieder zulässt, dass ich höre, wie sie singt. Das ist mindestens so schön wie Charly zu streicheln. Vielleicht fahre ich zu den Eltern die Baustelle anschauen.
Das zweite Hoch Otto innerhalb eines Jahres irgendwo im Westen.

Hab Paul und Co. gemailt. Sabine ist inzwischen dazugestoßen.

Ein liebes Hallo aus dem fernen Striesen!

Bin drauf und dran ein Xanthelasma von Frank Knothe per Skalpell entfernen zu lassen, nachdem es unter Antifaltengel plötzlich farblich umschlug und zu spreiten begann. Aber beim gestrigen Golfball berichtete mir eine seiner Linsenpatientinnen von mehrtägigem Vernichtungsschmerz, gegen den sie von Frank lediglich Ibuprofen in die Hand bekam. Kriegt man die Lokalisation mit Tavor zu greifen? Das ist alles, was ich bis zur Maximaldosis, meinem Psychiater sei Dank, da hätte. Da war doch was mit aufsteigenden Fasern in der Formatio reticularis, die auf Benzodiazepine ansprechen, grübel. An wen von euch darf ich mich wenden, wenn ich das Gefühl habe, eine Schubkarre voll Sand im Auge positioniert zu bekommen, wie es mir die wilde Schöne gestern schilderte? Mit dem OP-Ergebnis ist sie übrigens zufrieden. Nur die Schmerzen waren weniger toll. Ich habe Angst, zumal ich extrem schmerzempfindlich bin. Hilfe! Und nochmals vielen Dank für Pauls Narkose bei Focke.

Ob man den postoperativen Schmerz bei Franks OP per Tavor erwischt? Es wird hart, habe ich mir gestern von einer seiner Linsenpatientinnen sagen lassen. Der gibt denen nur Ibuprofen. Mal sehen, welche Ideen Paul hat. Vielleicht verkneife ich mir den Eingriff und bleibe bei dem Anti Rides, auch wenn der Farbumschlag gruslig war und das Gewebe spreitete. Mit den paar eventuell entstandenen Krebszellen werde ich doch auch ohne Skalpell fertig. Und wenn nicht, dann eben nicht. Mich kotzt heute alles an. Vertrauen zu können wäre schön.
Neurotoxin versus Skalpell ... Was ist krimineller, mitten in ein orgastisches Geflecht hinein Phimosen zu korrigieren oder die Klitoris mit Botox anzuhübschen? Am liebsten würde ich das Fenster aufreißen und schreien. Wer da noch von Kultur spricht, hat lange nicht mehr onaniert, rädedetnocheins. Gestern erzählte ein Gynäkologe aus einer Vielweiberei-Region, ihm würden Frauen berichten, dass sie nachts mit Slip schliefen, weil sie sich für die Konturen ihrer Genitalien schämten. Und er behauptete allen Ernstes, dass diese Beschwerden mit Inkontinenz einhergingen. Wenn es denn tatsächlich ein Risiko gäbe, dann weniger übergestreifte Slips als skalpell- und botoxgestützte Eingriffe von selbsternannten Neurogynäkologen in Klitorisnähe. Dann kannst du noch so sehr auf deinen G-Punkt hoffen. Es ist einfach vorbei. G wie ganz vorbei. Eher würde ich eine noninvasive Oximetrie vor Ort machen, um zu messen, was sich verändert hat, als irgendein Cystoskop vorschieben, um lichtschachtmäßig den Flow zu messen. Bühne frei! Biofeedback ist was anderes. Das ist wirklich nicht schön, was der Kopprasch macht. Aber was dieser Genitalästhetenverband vorhat, ist um Größenordnungen grusliger. Am ehesten erinner es mich an die Ambitionen der Dresdner Unikliniker, Psychosen neurochirurgisch zu beherrschen, sobald ihnen die Elektrokrämpfe nicht mehr aggressiv genug erscheinen. Reichmanns Powermann-Statement steht noch aus. Er hat es mir für Sonntag zugesagt. Manches kriegt man nur wallraffmäßig mit. Na, wie geht es unserer Phimose heute? Dehnen? Schon mal mit einem Chirurgen über Noninvasität gesprochen ohne bei Minimalinvasivität zu landen? Respekt! Schamhaarfrisuren statt genitaler Glatze! Mir wird schon wieder heckenscherenmäßig kreativ. Verdammte Skinheads überall.
Manchmal liegt es in der Luft. Wenn ich könnte, wie ich wollte, würden Tim und Nina zu Weihnachten nicht nach Israel fliegen. Angeblich wird die Bundeswehr Kräfte an die syrisch-türkische Grenze verlegen. Hoffentlich kommen Karin und Jochen heil heim. Bis zum 28. November muss der "Frieden" noch halten. Dann sind sie wieder zurück. Mich zerreißt es seit gestern abend schon wieder vor Angst. Der Golfball tat mir nicht gut. Konfrontation überhaupt nicht. Ich erlebe meinen Gegenüber dann extrem schnell als aggressiv. Sogar Spleth, der jetzt grad spricht. Bei Lablue habe ich das erste Mal einen Beamten, der beim Arbeitsamt, arbeitet kennengelernt. Er stammt aus dem Rheinland und lebt erst seit kurzem in Sachsen. Als ich diese Nacht nach einer geeigneten Handynummer suchte, um innerhalb weniger Minuten ein bestimmtes Pressefoto zu bekommen, griff er stärker ein, als ich es zulassen wollte. Aber nicht etwa verstärkend sondern bremsend. Ich begriff an keiner Stelle, was ihm das nützte. Dann verlangte er von mir sogar, dass ich mich bei ihm entschuldige. Partnersuche soll das bei Lablue angeblich sein. Mir kommt es inzwischen eher wie Krieg vor. Ich sage wirklich nicht häufig zu jemandem, dass er mich am Arsch lecken kann, aber nicht mal das half. OK, Spleth versucht nett zu sein: Er lässt sogar einen Lasterfahrer WhereTheStreetsHaveNoName ordern, nachdem er irgendwelches wirres Zeug über "meine" A81 genuschelt hatte. OK, ich komme nicht mehr auf YouTube, es lässt sich also noch steigern. Viel schlimmer kann es wohl nicht mehr kommen. Mir ist nach TimWachklingelnUndIhnInsGebetNehmen. Aber das ändert auch nix. Wenn der nach Israel will, fliegt der. Mir ist zum Schreien. Krieg. Überall Krieg. Mir ist erdlochmäßig einsam. Immerhin zwei Zehntelsekunden lang baute sich die YouTube-Seite auf. Jetzt labert eine Katholiken über Gräber. Was soll das? Wem nützt das? OP-Saal-Kälte bei gleichzeitig heißer Luft. Ich will heim, irgendwohin, wo Miteinander überschaubarer ist. Letzte Nacht fand ich nicht mal mehr Eva Padbergs Agentur. Diplomatie, wo beginnt Diplomatie? Wem nützt meine Erregung? Jetzt ein effektives Entspannungsverfahren. Nie wieder Medizinjournalismus, ich rege mich sonst nur auf, nur weil jemand für Genitalverstümmelung in der Disy werben will. Verdammt, was ist Heimat? Bin gespannt, wann clitorisnahes Botox-Spritzen strafbar wird. Das Schlimmste gestern? Ich hab die MOPO-Koch ohne Brille nicht erkannt, sondern nur gesehen, dass sie Kontaktlinsen trägt. Ich bin wirklich reif für eine Fernbrille. Zumindest am Gang hätte ich sie trotz High Heels erkennen müssen. Ich muss Blickkontakte mehr trainieren. Zu telefonieren genügt nicht. Aber dabei schlackern mir inzwischen sogar in der Knochenmarkspende die Knie. Eher rufe ich den Bundespresseamts-CvD an, als dass ich einem Spender nach der Spende entspannt in die Augen schaue. Ich bin es nicht mehr gewohnt, auf Blickkontakte angemessen zu reagieren. Eher falte ich hunderte Geburtstagsbriefe für Leute, mit denen ich noch nie gesprochen hatte. Hatte ich schon erzählt, dass Morgner mich gefragt hat, wie ich mir das Gutachten vorstelle, ob die Berufsunfähigkeit aufgehoben, befristet oder unbefristet empfohlen werden soll? Angesichts meiner gestrigen Erregung wäre jede weitere Narkose der Gau. Posttraumatische Belastungsstörung a la JederChirurgIstEinFleischer. Ich rufe eine Webseite auf und höre Fressnapf-Werbung, ach Morgner. Warum ist alles so nah und grell?
viva
eva
anrufen
weit weg
wenn du denkst, es ist schlimm, niemanden zu erreichen, hast du noch nicht erlebt, wie es ist, wenn dich dabei jemand beobachtet und kommentiert. ich war noch nie so gern allein wie diese nacht


wochenende, sonnenschein

Freitag, 16. November 2012

Um 10 ist das Interview ausgefallen, weil die Antworten alle per Mail kamen, 13 Uhr gehe ich in die Knochenmarkspende 4 Stunden lang Spenderadressen aktualisieren. Abends muss ich auf dem Golfball Zeitschriften verteilen und Namen für Bildunterschriften erfragen und aufzeichnen. Dazu muss ich noch etwas Ballkleidähnliches besorgen und ein neues Notizbuch kaufen.

Hab Tim Toelcher kennengelernt. Er arbeitet auf dem Arbeitsamt.

Donnerstag, 15. November 2012

Beim BR3-Hören wechselt die Lautstärke gelegentlich willkürlich. Der BR3-Hörerservice kann bei Kabelradio-Störungen nicht helfen. Der technische Kundendienst von Kabel Deutschland sagt, die Störung läge nicht am Receiver, sondern am Kabel von Technikhouse. Auch wenn die Aktion "Verstehen Sie Spaß" hieße, wäre es ziemlich daneben.
Heute ist der Weg glatt.

Was sich da schon seit Jahren als Free Ride bezeichnet, mutet eher wie eine Zwangsjacke an. Da bleibt das ganze Spielerische beim Schreiben auf der Strecke, vom Kauen am Stift mal ganz abgesehen. Den würde ich mir nicht mal schenken lassen. Ich kann mir nichts Schlimmeres vorstellen, als Tim zu zwingen dieses Monstrum in der Hand zu führen.

In München sind kurz vor Sieben wegen einer eigenartigen Stromsperre viele im Aufzug steckengeblieben. Vielleicht laufe ich heute lieber die Treppe runter.

Es wird Zeit, dass es schneit.


Hab immer noch kein Feedback, ob das Prisco-Foto verwenbar ist.

Die Radio-Lautstärke schwankte heute früh nur ein einziges Mal. Stattdessen war Fabio, mein Hörerservice-Gegenüber heute im Radio zu hören.

Dienstag, 13. November 2012

Christiane hat mich gefragt, ob ich um 8 komme und Auto fahre. Hab beides abgelehnt. Ich habe Angst davor, vor halb 10 in der Straßenbahn zu sitzen. Das mag unverständlich klingen. Aber seitdem ich mich durchgesetzt habe, brauche ich monatelang kein Loperamid mehr zu kaufen und steige nur noch zwei-, dreimal im Monat am Schillerplatz aus, weil ich es die zwölf Minuten in der Bahn nicht aushalte. Inzwischen habe ich auch keinen Ehrgeiz mehr, ein Auto zu steuern. Grad hat mich jemand aus Gröditz bei Lablue angesprochen. Er will sich tatsächlich mit mir treffen nur um in die Sauna zu gehen. Hab ihm gedroht, dass ich kein Auto habe. Tim macht grad Fahrschule. Er will fahren. Als er geboren wurde, wollte ich Auto fahren können, bin dann auch zehn Jahre viel gefahren, bis dann plötzlich die Ellenbogen zu zittern begannen und das Lenkspiel kaum noch kontrollierbar war. Seitdem habe ich die Lust am Fahren verloren. Mich gezielt entspannen zu müssen, strengt mich an. Ich will aufgeregt sein können, wenn ich aufgeregt bin. Inzwischen halte ich es sogar in der Bahn aus ohne zu telefonieren, zumal Vater und Mutter oft aufzulegen vergessen und Nina nicht angerufen werden mag. Stattdessen höre ich irgendwelche klassische, bedeutungsschwangere Musik oder Hörspiele und Buchlesungen, so dass die zwölf Minuten schnell vergehen. Stephan hat das amerikanische Präparat inzwischen abgesetzt. Er war damit unzufrieden. Albrecht, mein Ex-Chef, hat mir einen Telefon-Interview-Termin geben lassen und sogar ein Pressefoto geschickt. Ich kann mir das Gespräch noch nicht vorstellen, nur dass ich garantiert extrem aufgeregt sein werde. Mindestens so aufgeregt wie in dem Moment, als Kauli Azzuro auflegte und das ganze Wahngebäude plötzlich wieder vor mir entstand. Gläsern zu sein, beruhigt mich nur selten, auch wenn ich dann für mich selbst ebenfalls gläsern bin. Es ist alles so wirr. Anja will am Montag in Druck gehen. Bis dahin habe ich garantiert noch kein Schamanenfoto. Mirco Meinel hat vorhin sogar zurückgerufen. Ein eigenartiger, extrem dichter Tag. Ob ich ein anderer Mensch bin, seitdem ich bewusst Weißbrot und Fleisch esse? Der Tag scheint planbarer zu werden. Ich habe weniger Hunger. Oft kann ich sogar bis auf ein Kilo genau mein Gewicht vorhersagen. Es wird vielleicht überschaubarer. Ich habe aber noch eine Zucchini im Kühlschrank, die Zeitbombe erster Ordnung. Damit im Bauch kann ich kaum die Wohnung verlassen. Nicht mal Telefoninterviews sind damit planbar. Trotzdem kaufe ich sie immer wieder. Mit jedem Mal hoffe ich ein Stück näher an dem dran zu sein, was da in mir passiert und es vielleicht doch steuern zu können. Anastasia hat mit ihrem Handicap sogar Konzerte geben können. Heute war in einem Eventbericht von Gurkenragout die rede. Ausgerechnet das, was ich am schlechtesten vertrage, mag ich am meisten. Aber Lakritze, Rotwein und Blutwurst zu kombinieren war bislang das mit Abstand eindrucksvollste. Ich war so aufgeregt, dass ich fast an der Lakritze erstickt wäre. Das wäre eine komische Leiche geworden. Und ich habe in keinem Moment darüber nachgedacht, ob die Brille überhaupt noch fürs Autofahren taugt. In der Stadt müssten die Ellbogen vielleicht noch fest genug sein. Wo beginnt Autismus? Beim Blasten? In dem Moment, in dem man sich verbietet in Gedanken zu sein? Thorsten Otto hatte heute Heinz Ratz eingeladen. Dem hat ein Zuhörer tatsächlich gesagt, dass er wegen einem seiner Lieder weiterleben mag. Vielleicht höre ich mir den mal an. Irgendwann. Wenn ich dann meine erste Verstopfung habe vielleicht. Obwohl dann biete ich lieber Christiane an um 8 zu kommen, statt Ratz zu hören.
Bin grad bei Google rausgeflogen und muss mich anmelden. Wahnsinn, schon das dritte Mal in wenigen Jahren. Die sind blöd. Irgendwann beschäftige ich mich intensiver mit Computerverwaltung. Ein Foto als Leuchtturm ist ziemlich wenig, bei mir genügt es nicht mal, um mich zum Joggen aufzuraffen. Aber der Kaffee tat gut. Mit dem Lüpfen der Gardine lasse ich mir noch Zeit, ich nehme Wetter so schnell persönlich. Klimax eben. Ein Mittelding zwischen dem blauen Schal und dem mullartigen Gebilde, das ich den ganzen Herbst um den Hals gewuselt hatte, wäre schön. Die Lautstärke beim Kabelradio variiert stärker als beim Webradio, ein verdammt hoher Preis für die paar Sekunden, die ich näher dran bin. Wenn das so weitergeht, frage ich bei Kabel Deutschland nach den Zusammenhängen. Oder vielleicht direkt beim Bayrischen Rundfunk, denn bei den anderen Sendern ist mir das bislang nicht aufgefallen.